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Kalosírthate im Museion!

Die griechische Kultur: Die Griechen:
Die Griechen sind alle friedlich veranlagt und lieben den Frieden und das ruhige Leben und hassen den Streit und erst recht den Krieg.
Doch dank der alle 4 Jahre stattfindenden Olympischen Spielen zu Ehren des Zeus werden die Griechen wahrscheinlich ihre kulturelle Identität bewahren und sich ein starkes Nationalbewußtsein entwickeln. Dabei spielen gemeinsame Sprache und Religion eine wichtige Rolle. Alle Griechen sprechen Griechisch und gehören der Griechisch-Olympischen Religion an. Ihr Einfluß im privaten wie öffentlichen Leben ist ungebrochen, wenngleich Religionsfreiheit und progressives Denken auch ein allmählicher Wertewandel in der Bevölkerung vollzieht. In der Religion ist auch die Besonderheit der Olympischen Spiele begründet, die ja alle 4 Jahre zu Ehren des Zeus stattfinden. Dieses Fest der Kultur und des Sportes ist das heiligste Fest der Griechen. Gefeiert wird mit religiösen Zeremonien, festlichen Prozessionen, traditionelle Wettkämpfe und mit reichlich gutem Essen. So entspricht der Grieche wohl auch dem Bild, das man sich außerhalb der Landesgrenzen von ihm macht. Seine Vorliebe zu philosophischen Traktaten scheint ebenso typisch zu sein wie seine Freude an der Improvisation. Traditions- und Kulturbewußtsein stehen nicht im Widerspruch zu seinem ausgeprägten Gemeinschaftssinn, aber der Grieche ist gern sein eigener Herr. Die ihm nachgesagte Geschäftstüchtigkeit beweist er in der Regel mehr als Händler, weniger als Unternehmer. Dabei neigt er eher zu langfristigen Investitionen als zu schnellen Profit. Wohl eng mit der Geschichte Griechenlands verbunden, hemmt unter anderem sein logisches Denken, die Ausnutzung von Sklaven und die Ausbeutung der Arbeiter.
Die Familie:
Ein wesentliches Merkmal der griechischen Gesellschaft ist die starke Dominanz der Familie. Traditionell begreifen sich die Griechen als Mitglied eines Familienverbandes, der Schutz bietet, Ansehen wahrt, aber auch gleichzeitig das Eintreten für die übrigen Mitglieder abverlangt. Der Mann kümmert sich um die öffentlichen Angelegenheiten, die Frau indes hat ihren Aufgabenbereich innerhalb der Familie. Dabei sind die Frauen tief in der gleichberechtigten Gesellschaft verwurzelt. In der Öffentlichkeit geht man seinen Lieblingsbeschäftigungen auf und um der Agora herum nach, hier wird sinniert, wild gestikuliert und diskutiert - besonders gerne über Politik.
Für die Frauen ist der Beruf weit weniger wichtig als Mutterschaft und Heirat. Deshalb kümmert sich die ganze Familie um das Wohl der Frauen.
In Griechenland ist nichts wichtiger als die Familie.
Die Familie übt die Kontrolle und Bestimmung über das Leben der Kinder aus.
Im Hinblick auf die Berufswahl herrscht heute in Griechenland völlige Freiheit. Was aber nichts daran ändert, dass die Tradition nach wie vor große Bedeutung hat - es also zum Beispiel Heilerfamilien, Handwerksfamilien usw. gibt - und die Konservativeren unter den Griechen dazu neigen, eine traditionelle Berufswahl ihrer Kinder zu erwarten.
Die griechische Verlobungsfeier besteht in einer schlichten Zeremonie, an der die Familien der Kinder teilnehmen. Der Zeremonie folgen Bankett und Tanz (wobei die griechischen Tänze sich durch eine sehr komplexe Choreografie auszeichnen.). Üblicherweise folgt der Verlobung jedoch irgendwann im Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter - den Zeitpunkt bestimmen die Verlobten selbst - die konkrete Terminierung der Hochzeit. Von der Bekanntgabe des Termins bis zur Hochzeit wird seitens des Bräutigams bzw. seiner Familie an die Brautfamilie eine Mitgift in Form einer regelmäßiger Alimente gezahlt, deren Höhe von den Vermögensverhältnissen des Bräutigams abhängt.
Eltern und Kinder:
Die ersten Lebenstage des Kindes sind mit vielen Gefahren verbunden. Nicht nur, dass fraglos viele Mütter und Kinder bereits im Kindbett sterben; es werden auch jene Kinder aufgegeben, die zu krank sind oder deren Familien einen weiteren Nachwuchs nicht mehr ernähren können. Dies ist nicht herzlos, sondern eine Frage der Notwendigkeit. Sie werden an den Tempeln ausgesetzt, wo sie dann in die Händen der Götter übergeben werden, wenn sie überleben sollen, finden die Priester sie, wenn nicht, sterben sie. (Heute steckt man schließlich auch keine Frauen ins Gefängnis nur weil sie die Pille nehmen, oder Männer, nur weil sie ein Kondom benutzen, und dies war halt die übliche Geburtenkontrolle in der Antike.)
Etwa eine Woche nach der Geburt erhält das Kind in einer feierlichen Zeremonie seinen Namen und wird anschließend in der Familie aufgenommen. Die Kinder werden in Windeln gewickelt, solange sie noch nicht stubenrein sind. Die Babies erhalten Muttermilch oder die Milch einer für das Baby arrangierten Amme, oder Milch aus einem tönernen Fläschchen.
Schon in früher Jugend werden die Knaben in Bruderschaften für die Apaturia-Festspiele eingetragen. Buben und Mädchen nehmen am großen Anthesterienfest zu Ehren des neuen Weines teil. Die Kinder erhalten kleine Weinkrüge, deren Malereien viel über die Kindheit erzählt. Den Kindern wird zu verschiedenen Anlässen Spielzeug geschenkt. Babies spielen mit Rasseln und haben Freude an dem Lärm, die Älteren mit Bällen, Kreiseln, Ringen oder schaukeln. Mädchen spielen mit Puppen und Puppenhäusern. Die Kindheit ist eine schöne und sorgenfreie Zeit, bis die Ausbildung beginnt.
In Griechenland werden die Toten verbrannt und die Asche dem Meer anvertraut. Lediglich ein schwarzer Stein auf dem Friedhof dient dem Gedenken. Die Tradition verlangt von allen abkömmlichen Familienangehörigen (Gäste gelten während ihres Besuchs als Familienangehörige), an der rituellen Verabschiedung teilzunehmen. Je größer die Anzahl der Freunde und Verwandten, die anwesend sind, umso größer ist die Ehre, die man dem Verstorbenen erweist. Die Zeremonie ist schlicht und sachlich. Nach der Abschiedszeremonie findet ein Ritualmahl im Kreis der erweiterten Familie statt, anschließend geht man wieder zur Tagesordnung über.
Ausbildung und Leistung:
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